Willkommen! - Freundeskreis Asyl Welzheim

„Gemeinsam kochen, gemeinsam essen“ Kochaktion des Freundeskreises Asyl Welzheim

by Philip
„Gemeinsam kochen, gemeinsam essen“ Kochaktion des Freundeskreises Asyl Welzheim

Am Abend des 6. Mai war eine Kochaktion des Freundeskreises Asyl Welzheim angesagt. Motto: „Gemeinsam kochen, gemeinsam essen“.

Diesmal wollten wir zusammen mit unseren Gästen etwas “Einheimisches” zubereiten, nämlich Kässpätzle, dazu einen Salat und zum Abschluss Ofenschlupfer. Natürlich gab’s keine Spätzle aus der Tüte, denn ein bisschen Herausforderung muss schon sein. Und so traf sich alles in der Küche des Bonhoeffer-Hauses, um Äpfel zu schälen, Salat zu rupfen, Eier aufzuschlagen und alle nötigen Vorbereitungen zu treffen. So ähnlich muss es in einer Großküche nach der babylonischen Sprachverwirrung zugegangen sein: wir verständigten uns auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Paschtu (oder war es Farsi?) – vor allem aber mit Händen und Füßen, und irgendwie konnte man sich überraschend gut verstehen. Mittlerweile waren wir fast 30 Köche und wer nicht in die Küche passte, nahm eben im Vorraum Platz, während die Kinder herumwuselten. Vielleicht war der Spätzleteig doch ein kleines bisschen zu zäh geraten, aber mit syrischer Muskelkraft und schwäbischen Spätzlespressen wurde auch diese Herausforderung gemeistert – wir alle hatten großen Respekt vor der schwäbischen Hausfrau, für die solche Leistungen zum Alltag zählen! Aus dem Ofen duftete es schon verführerisch nach den Ofenschlupfern – schnell noch eine Schicht Alufolie draufgepackt, weil der Ofen doch etwas heftiger als erwartet heizte und die Oberseite sich verdächtig dunkel zu färben begann. Endlich waren alle Köstlichkeiten fertig und konnten gemeinsam aufgetragen werden. Inzwischen waren wir schon über 40 Gäste und da wir uns durch das gemeinsame Arbeiten schon gut kennengelernt hatten, wurde es eine wirklich lustige Mahlzeit mit äußerst polyglotten Tischgesprächen. Es wurde viel genossen und gelacht und auch als es an den großen Abwasch ging, blieben soviel freiwillige Helfer da, dass wir in Rekordzeit fertig waren. Der Plan steht fest: nächstes mal kochen wir etwas “Exotisches” aus den Herkunftsländern unserer Gäste und ich bin schon sehr gespannt, von ihnen zu lernen, wie man so leckere Dinge kocht, wie wir einen Tag später auf dem Begegnungsfest probieren konnten!