Willkommen! - Freundeskreis Asyl Welzheim

Lernwerkstatt geht an den Start

by Philip
Lernwerkstatt geht an den Start
Die Arbeitskreise für Flüchtlinge auf dem Welzheimer Wald beschreiten gemeinsam einen neuen Weg für die berufliche Integration der Flüchtlinge.
 
Die Verantwortlichen der Arbeits- und Freundeskreise in Alfdorf, Kaisersbach und Welzheim haben bereits im letzten Jahr die Entscheidung getroffen, für die Flüchtlinge in den verschiedenen Unterkünften eine zentrale Lernwerkstatt in Welzheim einzurichten.
 
Umgang mit Werkzeugen
 
In dieser Lernwerkstatt sollen grundlegende Handfertigkeiten und Techniken im Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Materialien erlernt werden mit dem Ziel, geeignete Flüchtlinge auf die Berufs- und Arbeitswelt vorzubereiten. Die Lernwerkstatt steht unter der Trägerschaft des Kreisdiakonieverbandes Rems-Murr.
 
Bei der Herstellung kleiner Projekte soll insbesondere mit Metall, Holz, Kunststoffen und Glas gearbeitet werden. Ebenso können zum Beispiel Montage- und Fügetechniken bei der Zerlegung von recyclingfähigen Bauteilen kennengelernt werden. Im Rahmen der Lernarbeiten kann und soll auch berufliches Deutsch als Fachsprache erworben werden.
 
Grundlegende Arbeitsweisen
 
Die teilnehmenden Personen werden in der Lernwerkstatt mit grundlegendem Arbeits- und Sozialverhalten, wie Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit und Teamarbeit, was von Industrie- und Handwerksbetrieben erwartet wird, vertraut gemacht. Darüber hinaus können über die Lernwerkstatt und in Abstimmung mit der Agentur für Arbeit geeignete Personen in betriebliche Praktika und in berufsvorbereitende Maßnahmen vermittelt werden. Kontakte zu den örtlich ansässigen Firmen sollen aktiv aufgebaut und gepflegt werden.
 
Selbst Flüchtlinge, deren Aufenthaltsdauer noch nicht geklärt ist, könnten die erlernten beruflichen Grundfertigkeiten und Kenntnisse im Falle einer Rückkehr in ihr Heimatland dort wieder nutzbringend anwenden.
 
In der Lernwerkstatt soll auch vermittelt werden, dass eine gleichberechtigte berufliche Teilhabe unabhängig von Religion, Nationalität und Geschlecht selbstverständlich ist.
 
Zehn Arbeitsplätze
 
Vorgesehen sind zehn Arbeitsplätze, die an zwei Nachmittagen in der Woche besetzt sein sollen. Von über 20 interessierten Flüchtlingen werden zehn bis zwölf Flüchtlinge noch im Juli an den Start gehen.
 
Die Flüchtlinge werden ehrenamtlich von fachlich geeigneten Betreuern angeleitet und ausgebildet. Die Planungsgruppe kann aber noch weitere Betreuer brauchen, die handwerkliches Geschick mitbringen und Freude an der Vermittlung von handwerklichen Grundtechniken haben. Einiges an Material und Werkzeug ist bereits vorhanden, gebraucht werden aber noch Holzbearbeitungswerkzeuge jeglicher Art und ganz besonders eine Hobelbank. Neben Sachspenden werden zur Anschaffung von Werkzeugen und Kleinmaschinen auch gerne Geldspenden angenommen. Die drei Gemeinden Alfdorf, Kaisersbach und Welzheim begleiten das Projekt hinsichtlich der verwaltungstechnischen und logistischen Aufgaben. Bürgermeisterin Katja Müller sowie ihre Kollegen Michael Segan und Thomas Bernlöhr freuen sich, dass die umfangreichen Planungen nun in einen konkreten Beginn des Betriebs münden, und sagen weiterhin ihre volle Unterstützung des ehrenamtlich getragenen Projekts zu.
 
Sachspender und Interessenten an einer Mitarbeit in der Lernwerkstatt wenden sich bitte an den interkommunalen Integrationsbeauftragten Giovanni Deriu unter Telefon 0 71 82/80 08-20, E-Mail deriu[at]welzheim.de.
 
Finanzielle Zuwendungen können direkt auf folgende Bankverbindung überwiesen werden: