Willkommen! - Freundeskreis Asyl Welzheim

Welzheimer Gemeinderat stimmt weiterem Bauabschnitt in der Paul-Dannemann-Straße zu

by Philip
Welzheimer Gemeinderat stimmt weiterem Bauabschnitt in der Paul-Dannemann-Straße zu

Die Stadt Welzheim stellt dem Landkreis Rems-Murr eine weitere Grundstücksfläche in der Paul-Dannemann-Straße zur Verfügung um die vorhandene Flüchtlingsunterkunft, um einen weiteren Bauabschnitt erweitern zu können. Bisher leben im Gewerbegebiet 72 Asylbewerber. Künftig können dort bis zu maximal 174 Flüchtlinge untergebracht werden.

Nach dem Beschluss zur neuen Unterkunft wollen wir an dieser Stelle ein kurzes Statement mit den uns bekannten Infos veröffentlichen.

Die Stadt Welzheim stellt dem Landkreis Rems-Murr eine weitere Grundstücksfläche in der Paul-DannemannStraße zur Verfügung, um die vorhandene Flüchtlingsunterkunft um einen
weiteren Bauabschnitt erweitern zu können. Bisher leben im Gewerbegebiet 72 Asylbewerber. Künftig können dort bis zu maximal 174 Geflüchtete untergebracht werden.

Es war bereits 2015 absehbar, dass aufgrund fortschreitender Zeit und Anzahl von Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung gestellt werden muss – nicht einfach, wie man sich denken kann.
Wir vom Freundeskreis sind ebenfalls sehr bemüht, den bereits anerkannten Geflüchteten auf ihrer Suche nach privatem Wohnraum zu helfen, allerdings tragen einerseits bestehende Vorbehalte ihnen (trotz gesicherter Mietzahlungen!) gegenüber zu Enttäuschungen bei, andererseits sind der Kapazität des Welzheimer Wohnraums schlichtweg Grenzen gesetzt.

Liebe Welzheimer, keineswegs wollen wir naiv an die Veränderungen herantreten! Wir alle wollen doch, dass unser Weg in eine positive Zukunft führt – für uns bedeutet dies, uns aktiv an der Integration der geflüchteten Menschen zu beteiligen. Dafür werden wir auch weiterhin versuchen, Ansprechpartner für alle zu sein, die Interesse oder Fragen haben.

Euer Freundeskreis Asyl Welzheim

 

Durch die Schließung der sogenannten „Balkanroute“ ist der unmittelbare Zuzug von Schutzsuchenden nach Deutschland aktuell zurückgegangen. Dies wirkt sich auch auf die Zuweisungen in den Rems-Murr-Kreis aus. Damit erhält der Kreis die Möglichkeit, die Notunterbringungen in Zelten und Sporthallen aufzulösen und diese Personen in regulären Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen.Der Rems-Murr-Kreis geht weiterhin von einem Unterbringungsbedarf von 10 200 Personen bis Ende 2016 aus, dies entspricht einer Zahl von etwa 270 Menschen, die in Welzheim untergebracht werden müssen. Berechnet wird dies anteilig zu der Zahl der Einwohner.

Gemeinsames Gespräch mit den Anliegern

Der Beschluss war von der Stadtverwaltung gut und intensiv vorbereitet worden. Bei einem gemeinsamen Termin mit Vertretern des Kreises, der Kreisbau, des Freundeskreises Asyl sowie der Polizei wurden die Anlieger vor dem Gemeinderatsbeschluss über die Pläne informiert. Ergänzend zur Sozialbetreuung des Landkreises überlegt die Stadt, zur Betreuung und Integration Geld in die Hand zu nehmen und dafür Mitarbeiter anzustellen.Das überaus große Engagement des Freundeskreises Asyl bei der Betreuung der in Welzheim jetzt lebenden etwa 100 Flüchtlinge in der vorläufigen und Anschlussunterbringung hat Bürgermeister Thomas Bernlöhr in der Sitzung nochmals ausdrücklich hervorgehoben und gewürdigt. Fakt sei aber auch, dass bei zu erwartenden 270 Personen in der Gemeinschaftsunterbringung (des Landkreises) und einer weiteren noch nicht genau fassenden Zahl von Menschen in der Anschlussunterbringung (durch die Stadt) Ende des Jahres voraussichtlich mehr als dreimal so viele Personen sich hier in Welzheim aufhalten werden. „Das Ehrenamt stößt damit an seine Grenzen und darf nicht überfordert werden“, so Bernlöhr.Für jede Unterkunft soll ein hauptamtlich fungierender Mitarbeiter auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung künftig zur Verfügung stehen. „Wir verzeichnen weiterhin viele Aktivitäten auf den unterschiedlichsten Ebenen von Integration: Sprache, Beschäftigung, Kompetenz, ehrenamtliches Engagement von bei uns angekommenen Menschen.“Auch negative Erfahrungen der letzten Monate will die Stadtverwaltung in diesem Zusammenhang nicht ausblenden. Verschiedene einzelne Vorkommnisse im Rahmen von Konflikten habe die Stadt ebenfalls eng begleitet und mit verschiedenen Maßnahmen konsequent reagiert – offenkundig auch mit der entsprechenden Wirkung. Es sei nicht hinzunehmen, wenn einzelne oder auch Gruppen von Personen sich Dinge oder auch Rechte herausnehmen, die ihnen nicht zustehen. Bernlöhr: „In solchen Fällen werden wir auch zukünftig adäquat, kurzfristig und konsequent handeln – mit den Mitteln des Rechtsstaates, mit unseren faktischen Mitteln und in enger Abstimmung mit Behörden und Polizei.“Andererseits werde die Stadt nicht den Fehler machen, alle Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen. Es sei wohl ein wenig wie in der Jugendarbeit – es gibt die präventive und die repressive Seite.Die Stadträte und Stadträtinnen Alexandra Veit (SPD), Sebastian Buhl (Freie Wähler) und Angelika Böttcher (Welzheimer Bürger-Forum) lobten die gute Vorbereitung der vorgeschlagenen Lösung. Insbesondere wird unterstützt, dass die Stadt für die Betreuung der Flüchtlinge eigene Fachleute anstellen will. Um den immer noch nicht vorhandenen WLAN-Anschluss in der Asylunterkunft will sich die Stadt nochmals intensiv kümmern.